Als einige Freunde und ich beim Schulsport nur aus Langeweile, weil wir sonst nirgends mitmachen konnten, angefangen haben, eine Art Hockey zu spielen, habe ich nicht im geringsten daran gedacht, dass daraus einmal etwas wirklich großes werden könnte. Es hat einfach nur Spaß gemacht. Wir lernten spielerisch, unsere Elektrorollstühle immer besser zu beherrschen, uns voll auf eine Sache zu konzentrieren und entwickelten einen Teamgeist, der uns in späteren Jahren zu tollen, ungeahnten Erfolgen verhalf.  Mir persönlich zeigte der Sport außerdem, dass auch körperlich schwer behinderte Menschen einen Mannschaftssport ausüben können, in dem jeder Spieler eine wichtige Rolle spielt. Ich lernte viele neue Menschen kennen, fuhr mit der Mannschaft quer durch Deutschland und später auch ins Ausland. Für Hockey gab ich mein bestes, ich war auch wirklich gut und so erlebte mein Selbstbewusstsein einen gewaltigen Aufschwung.  Als ich im Jahr 2003 wegen meinem damaligen, gesundheitlich angeschlagenen Zustand als aktiver Spieler ausschied, erhielt ich vom DRS (Deutscher Rollstuhl-Sport) eine sehr nette Laudatio, die ich gerne auch hier verewigen möchte. Da ich mich durch die neue Beatmung wieder fit genug fühle, bin ich natürlich wieder aktiv dabei – allerdings nur gelegentlich, sozusagen auf der Reserve-Bank. Ich bin überglücklich, dass in unserem Verein ein würdiger Nachfolger meinen Platz im Tor eingenommen hat! Denn ich freue mich immer wieder, wenn ich die jungen Spieler sehe, denen es sicher genau so viel Freude macht wie uns damals. Und wenn ich beobachte, wie diese jungen Leute von Training zu Training mehr und mehr aufblühen, bin ich sehr froh darüber, dass wir vor vielen Jahren die Munich-Animals gegründet haben. Laudatio  für Ferdinand Schießl  Anlässlich der Überreichung des Sportlerehrenpreises des DRS für das Jahr 2002 am Verbandstag vom 12. Juli 2003  Als Mitte der 70er Jahre einige Bewohner der Stiftung Pfennigparade anfingen, mit improvisierten Schlägern und viel zu schweren Tennisbällen, in ihren Elektrorollstühlen Hockey zu spielen, hätte niemand gedacht, dass aus diesen amateurhaften Anfängen, eine der erfolgreichsten Elektrorollstuhl-Hockeymannschaften unseres Landes hervorgehen
Ferdinand Schießl
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